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LSRParts

Komponenten für die Arzneimittelverabreichung aus Silikon

Ventile, Membranen, Stopfen und Dichtungen in Arzneimittel-Verabreichungssystemen müssen ihre Funktion zuverlässig erfüllen – auch bei engen Einbauräumen und wiederkehrender Serienfertigung. Dafür sind Werkstoff, Geometrie, Werkzeugauslegung und Prüfmerkmale gemeinsam zu betrachten.

LSRParts unterstützt Hersteller von Medizinprodukten und Geräten mit kundenspezifischen Silikonformteilen: von der Prüfung Ihrer Zeichnung oder STEP-Daten über DFM und Werkzeugbau bis zu Bemusterung und Serie.

Kundenspezifische Silikonformteile für Komponenten der Arzneimittelverabreichung

Bauteile, bei denen Funktion und Prozess zusammenpassen müssen

Für Geräte zur Arzneimittelverabreichung kommen je nach Konstruktion unterschiedliche Silikonkomponenten infrage.

Septen und Verschlussstopfen
Ventile und Dosiermembranen
Dichtungen für Gehäuse, Kartuschen und Fluidwege
Schläuche und Verbindungselemente
Umspritzte Komponenten und Dichtelemente
Elastomere Bedienelemente oder Rückstellelemente

Stopfen

Oft entscheidend ist eine definierte Durchstichkraft.

Ventil

Ansprechdruck, Rückstellung und Dichtverhalten bestimmen die Funktion.

Gehäusedichtung

Kompression, Toleranzkette und Montage stehen im Vordergrund.

Diese Funktionsmerkmale sollten bereits vor dem Werkzeugstart benannt und in ein geeignetes Prüfkonzept übersetzt werden.

Fertigungsverfahren passend zur Bauteilgeometrie

Nicht jedes Silikonteil für ein Verabreichungsgerät benötigt dasselbe Verfahren. Die Wahl hängt unter anderem von Geometrie, Stückzahl, Toleranz, Material und möglicher Integration in eine Baugruppe ab.

Verfahren Geeignet für Projektbezogene Möglichkeiten
LSR-Spritzgießen Präzise, wiederkehrende Formteile und komplexe Geometrien Einfach- und Mehrfachkavitäten, automatisiertes Spritzgießen, kundenspezifische Farben und Oberflächen
LSR-Umspritzen Silikonbauteile mit Kunststoff- oder Metallträger Einlegeumspritzen, mechanische oder chemische Bondingstrategie, beispielsweise für Griffe, Steckverbinder oder integrierte Dichtungen
Silikon-Formpressen Größere oder dafür geeignete Formteile und Geometrien Einfach- und Mehrfachkavitäten sowie nachgelagerte Bearbeitung
Silikonextrusion Schläuche, Profile und Schnüre Fixlängen oder Endlosrollen; Schneiden, Fügen, Markieren und Verpacken

Die passende Route legen wir anhand Ihrer Zeichnung, des Jahresbedarfs und der Funktionsanforderungen fest. Bei Mehrkomponenten- oder Baugruppenlösungen prüfen wir außerdem, ob Umspritzen oder eine sekundäre Montage wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist.

LSR-Fertigung für präzise Silikonformteile

Diese Werte sind keine pauschale Zusage für jedes Merkmal. Toleranzen müssen mit Bezug auf Bauteilgeometrie, Prüfverfahren, Material und Funktion festgelegt werden.

Für funktionskritische Merkmale definieren wir im Projekt, wie sie gemessen und für die Bemusterung dokumentiert werden.

Bauteilhüllvolumen
bis 300 × 200 × 100 mm
Silikonhärte
10–80 Shore A
Typische Teiletoleranz
±0,05 mm
Kritische Toleranzen
bis ±0,02 mm, geometrie- und anwendungsabhängig
Werkzeugtoleranz
±0,01 mm
Kavitäten und Werkzeuge
Einfach- oder Mehrfachkavität; Prototypen- und Serienwerkzeuge
Sekundärprozesse
Nachvernetzung, Entgraten, Drucken, Lasermarkieren, Bonding und Montage

DFM, Werkstoff und Werkzeug von Anfang an abstimmen

Vor dem Werkzeugstart prüfen wir gemeinsam mit Ihrer Konstruktion die Punkte, die Funktion und Herstellbarkeit beeinflussen können:

  • Wandstärken, Entformung und Hinterschnitte
  • Trennlage, Gratbildung und mögliche Anspritzpunkte
  • Schwindung, Maßbezüge und Toleranzketten
  • Dichtlinien, Funktionsflächen und Kompressionsbereiche
  • Bondingflächen bei umspritzten Trägern
  • Kavitätenzahl und Prüfzugänglichkeit

Je nach Projekt unterstützen CAD- und Mold-Flow-Prüfungen. Der Werkzeugbau nutzt unter anderem 3- und 5-Achs-CNC sowie Senk- und Drahterodieren. Für Werkzeuge kommen je nach Anwendung beispielsweise P20, H13, NAK80, S136 oder 420 zum Einsatz.

Richtwerte Werkzeugbau

10–12 Tage

Prototypenwerkzeug

3–6 Wochen

Serienwerkzeug

Die tatsächliche Durchlaufzeit hängt von Komplexität, Werkstoff, Freigaben und Werkzeugkonzept ab. Bemusterung und Validierung werden mit Ihnen abgestimmt.

Werkzeuglebensdauer LSR-Serie

3–5 Mio. Schüsse

Abhängig von Werkzeug und Anwendung. Das Serienkonzept wird auf das erwartete Volumen und die Bauteilanforderungen ausgelegt; eine konkrete Lebensdauer ist projektbezogen zu bestätigen.

Material- und Nachweisbedarf projektbezogen klären

Für Anwendungen im Umfeld der Arzneimittelverabreichung ist eine Werkstoffauswahl nach Einsatzbedingungen nötig. Verfügbar sind unter anderem medizinisches und platinvernetztes LSR. Härte, Farbe und weitere Materialeigenschaften werden anhand der Bauteilfunktion und Ihrer Spezifikation ausgewählt.

Bitte geben Sie an, ob das Silikon direkten oder indirekten Kontakt mit dem Arzneimittel, dem Patienten oder einem Fluidweg hat. Ebenso wichtig sind Einsatztemperatur, Medienkontakt, erwartete Lebensdauer und gegebenenfalls vorgesehene Sterilisationsverfahren.

Aussagen zu Biokompatibilität, Sterilisationsbeständigkeit oder konkreten regulatorischen Nachweisen lassen sich nicht pauschal auf jedes Material oder Bauteil übertragen. Erforderliche Materialunterlagen, Prüfungen und MDR-bezogene Dokumentationsbedarfe legen wir deshalb für das jeweilige Projekt fest.

Von der Bemusterung zur wiederkehrenden Serie

Ein typischer Projektablauf umfasst sechs Schritte. Öffnen Sie einen Schritt für Details.

Zeichnung, STEP-Modell, Stückzahl und Funktionsanforderungen sichten.

Passt Ihr Projekt zu dieser Fertigung?

Besonders geeignet sind Serienprogramme mit eigener Zeichnung oder 3D-Daten, definierten Funktionsmerkmalen und Bedarf an neuem oder geändertem Werkzeug. Dazu gehören Projekte, die nach Prototyp oder T1 in eine wiederkehrende Fertigung übergehen sollen.

Projektanforderung Was für die Anfrage wichtig ist
Dicht- oder Ventilfunktion Dichtlinie, Ansprechdruck, Leckagekriterium oder Funktionsbeschreibung
Präzise Einbaulage Bezugsflächen, kritische Maße und Toleranzangaben
Material für ein Medizinprodukt Kontaktart, Medien, Temperatur und benötigte Nachweise
Umspritzte Baugruppe Trägerwerkstoff, Bondinganforderung und Montagebedingungen
Serienhochlauf Jahresbedarf, Losgrößen, Prognose und gewünschte Lieferform

Einzelne Prototypen ohne absehbare Serienperspektive oder Standard-Silikonwaren ohne Zeichnung sind meist weniger passend. Für Sonderzulassungen, die nicht zum beschriebenen Fertigungsumfang gehören, sollte die Machbarkeit vor einer RFQ-Anfrage separat geprüft werden.

Für ein belastbares Angebot: RFQ-Unterlagen

Senden Sie möglichst folgende Informationen mit Ihrer Anfrage. Wenn einzelne Angaben noch offen sind, kennzeichnen Sie diese bitte. So lassen sich offene Punkte im DFM gezielt klären, statt sie erst nach Werkzeugstart sichtbar zu machen.

  • STEP-Datei und technische Zeichnung mit Revisionsstand
  • Werkstoff- und Härteanforderung, sofern festgelegt
  • Jahresbedarf, Losgröße und gewünschter Serienstart
  • Kritische Maße und Funktionsmerkmale
  • Angaben zu Dichtheit, Druck, Medien und Temperatur
  • Kontakt- und Sterilisationsbedingungen, falls relevant
  • Materialnachweise, Erstmusterunterlagen und Prüfmerkmale
  • Anforderungen an Umspritzen, Montage, Kennzeichnung oder Verpackung

Anfrage zu Silikonkomponenten stellen

Für die Prüfung Ihrer Bauteile und eine erste Einschätzung zu Verfahren, Material und Werkzeugkonzept senden Sie Ihre RFQ-Unterlagen an unsere Projektadresse.

info@lsrparts.com

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