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Kundenspezifische Sensordichtungen

Sensordichtungen nach Zeichnung – vom Werkzeug bis zur Serie

Wir fertigen kundenspezifische Sensordichtungen für Automotive, EV, Elektronik und industrielle Sensorik. Wenn Sie einen Lieferanten für ein neues oder geändertes Bauteil suchen, prüfen wir Zeichnung oder STEP-Daten, Funktion, Material und geplante Stückzahl gemeinsam mit Ihnen.

Bei LSRParts erhalten Sie Unterstützung über den gesamten Projektablauf: DFM, Werkstoffauswahl, Werkzeugkonzept, T0/T1-Bemusterung, Validierung und wiederkehrende Fertigung.

Kundenspezifische Sensordichtung aus Silikon in der Fertigung

Sensordichtungen passend zur Einbausituation auslegen

Eine Sensordichtung muss zur Gehäusegeometrie, zur Dichtlinie und zu den Betriebsbedingungen passen. Je nach Anwendung sind unter anderem Temperatur, Medienkontakt, Kompression, Montage und die Lage elektrischer oder optischer Funktionen zu berücksichtigen. Die passende Lösung ergibt sich deshalb aus Zeichnung und Einsatzprofil – nicht allein aus einem Shore-Wert.

Gemeinsam mit Ihrer Konstruktion klären wir

  • Dichtflächen, Wandstärken und mögliche Trennfugen
  • Einbauraum, Verpressung und Montagefolge
  • Entformung, Hinterschnitte und Gratrisiken
  • Toleranzen an Funktions- und Anschlussflächen
  • Werkstoff, Härte, Farbe und gegebenenfalls Bonding
  • Prüfmerkmale und erforderliche Projektunterlagen

Früh gestartete DFM-Prüfung

Eine frühe DFM-Prüfung kann spätere Werkzeugänderungen reduzieren und schafft eine nachvollziehbare Grundlage für die Bemusterung.

LSR, Umspritzen oder Formpressen?

Für viele kompakte Sensordichtungen ist Flüssigsilikon-Spritzgießen (LSR) geeignet. Das Verfahren lässt sich für Mehrkavitätenwerkzeuge und wiederkehrende Serien einsetzen. Werden Silikon und Träger in einem Bauteil kombiniert, prüfen wir LSR-Umspritzen oder Einlegeumspritzen. Formpressen kann für bestimmte Geometrien und Bauteilgrößen eine Alternative sein.

Die Auswahl hängt unter anderem von Geometrie, Jahresbedarf, Trägermaterial, Toleranzanforderung und Funktion ab. Wir legen das Verfahren erst fest, wenn diese Eckdaten im RFQ oder in der technischen Abstimmung vorliegen.

Fertigungsdaten für Ihre Projektbewertung

Die folgenden Werte dienen als Richtwerte. Erreichbarkeit und Prüfbarkeit hängen von Geometrie, Material und Messkonzept ab; kritische Anforderungen stimmen wir deshalb vor Werkzeugfreigabe ab.

Parameter LSR-Spritzgießen LSR-Umspritzen
Maximales Bauteilhüllvolumen300 × 200 × 100 mm300 × 200 × 100 mm
Silikonhärte10–80 Shore A10–80 Shore A
Typische Teiletoleranz±0,05 mm±0,05 mm
Kritische Toleranzbis ±0,02 mm, anwendungsabhängigprojektbezogen zu prüfen
Werkzeugtoleranz±0,01 mm±0,01 mm
KavitätenEinfach- oder MehrfachkavitätEinfach- oder Mehrfachkavität
Werkzeuglebensdauerca. 3–5 Mio. Schüsse, abhängig von Werkzeug und Anwendungca. 3–5 Mio. Schüsse, abhängig von Werkzeug und Anwendung
Mögliche WerkzeugwerkstoffeP20, H13, 420 Edelstahlprojektabhängig
Stück-zu-Stück-Wiederholgenauigkeitca. ±0,1 mm, geometrieabhängiggeometrieabhängig

Werkstoffe und Träger für Sensoranwendungen

Die Auswahl richtet sich nach Temperaturbereich, Medienkontakt, mechanischer Beanspruchung und den Vorgaben Ihrer Spezifikation. Ob ein Compound für Ihre Anwendung geeignet ist und welche Nachweise verfügbar sind, klären wir projektbezogen.

Dichtungswerkstoffe

Allgemeines LSR, Hochtemperatur- oder Niedrigtemperatur-Silikon sowie Fluorsilikon. Für elektrische oder thermische Anforderungen zusätzlich leitfähige beziehungsweise wärmeleitende Compounds.

Träger beim Umspritzen

PC, PA, PBT, PPSU, PPA und PEI sowie Aluminium, Edelstahl, Messing oder Kupfer. Die Verbindung definieren wir über eine chemische oder mechanische Bondingstrategie.

Konformität und Dokumentation

REACH-/RoHS-Abgleiche und branchenspezifische Dokumentationsbedarfe sollten bereits im RFQ benannt werden, damit sie im Angebot berücksichtigt werden können.

Werkzeugbau, Bemusterung und Serienprozess

Wir starten den Werkzeugprozess mit einer Prüfung der CAD-Daten und der funktionskritischen Stellen. Das Werkzeugkonzept berücksichtigt Entformung, Kavitätenzahl, Gratkontrolle, Materialfluss und die vorgesehenen Prüfungen. Für die Fertigung stehen 3-Achs- und 5-Achs-CNC sowie Senk- und Drahterodieren zur Verfügung; Mold-Flow-Prüfung wird bei Bedarf unterstützt.

  1. Schritt 1

    DFM und Werkzeugkonzept

    Prüfung vor Werkzeugstart mit CAD-Daten und funktionskritischen Stellen.

  2. Schritt 2

    Prototypenwerkzeug

    Aluminiumwerkzeug möglich, ca. 100–10.000 Zyklen. Richtwert Durchlaufzeit ca. 10–12 Tage.

  3. Schritt 3

    Bemusterung

    T0/T1 und projektbezogene Validierung. Früh geklärte Prüfmerkmale erleichtern die Bewertung der Ergebnisse.

  4. Schritt 4

    Serienwerkzeug

    Richtwert Durchlaufzeit ca. 3–6 Wochen. Mehrfachkavitäten und Hochvolumenwerkzeuge möglich.

Durchlaufzeiten sind Richtwerte und werden mit Geometrie, Werkzeugumfang und Projektanforderungen bestätigt.

Nachbearbeitung und Prüfung nach Bauteilbedarf

Sensordichtungen können zusätzliche Schritte benötigen, etwa Nachvernetzung, Präzisionsentgraten, Drucken, Lasermarkieren, Bonding oder Montage. Auch Funktionsprüfung und Inspektion sind verfügbar. Welche Schritte sinnvoll sind, legen wir anhand Ihrer Zeichnung und der Bauteilfunktion fest.

Für die Freigabe können Prüfmerkmale, Erstmusterumfang und Materialunterlagen projektspezifisch vereinbart werden. Besondere Anforderungen an Änderungsstände, Prüfdokumentation oder automotive Stammdaten nennen Sie bitte im Anfragepaket.

Passende Projekte

  • Kundenspezifische Zeichnung oder 3D-Daten, neues oder geändertes Werkzeug, wiederkehrender Serienbedarf
  • Gehäusedichtungen, Steckverbinder- und Sensordichtungen, Einzelleiterdichtungen
  • Häufige Best-Fit-Projekte mit mehr als 100.000 Stück Jahresbedarf; kleinere Startvolumen prüfen wir bei klarem Serienplan

Reine Katalogware ohne Zeichnung und ohne Serienperspektive ist nicht unser Schwerpunkt.

Senden Sie Ihre Unterlagen für ein RFQ

Damit wir Ihre Sensordichtung technisch und kaufmännisch bewerten können, senden Sie uns möglichst folgende Angaben.

STEP-Datei und aktuelle Zeichnung mit Änderungsstand
Werkstoff- und Härteanforderung, falls bereits festgelegt
Jahresbedarf, Losgrößen und geplanter Serienstart
Kritische Maße, Dichtflächen und Funktionsanforderungen
Einsatztemperatur und relevante Medien
Trägerdaten bei Umspritzung sowie gewünschte Bemusterung, Prüfungen und Nachweise

Angebot anfragen

Wir prüfen Ihr Anfragepaket und melden uns mit Rückfragen, einer Einschätzung zu Verfahren und Werkstoff sowie den nächsten Angebotsdaten.

E-Mail: info@lsrparts.com

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