Automotive Sensor Seals
Dichtungen für Fahrzeugsensoren – vom DFM bis zur Serie
Wir fertigen kundenspezifische Silikondichtungen für Fahrzeugsensoren und Steckverbinder. Unser Schwerpunkt liegt auf LSR-Spritzgießen, LSR-Umspritzen und Präzisionswerkzeugen für wiederkehrende Serien.
Sie liefern Zeichnung oder STEP-Daten, Anforderungen und Jahresbedarf. Wir prüfen Geometrie, Werkstoff und Prüfmerkmale vor dem Werkzeugstart und begleiten Ihr Projekt über T0/T1 bis zur Serienfertigung.
Für welche Sensoranwendungen wir fertigen
Unsere Dichtungen kommen dort zum Einsatz, wo Sensoren gegen Feuchtigkeit, Schmutz, Medien oder Druckunterschiede abgedichtet werden müssen. Die konkrete Auslegung hängt von Einbauraum, Gegenflächen, Temperaturbereich und Einsatzmedium ab.
- Gehäuse- und Flanschdichtungen für Sensoren
- Einzelleiter- und Steckverbinderdichtungen
- Dichtelemente für Druck-, Temperatur- und Positionssensoren
- Dichtungen für Batterie-, Motorraum- und Fahrwerksanwendungen
- LSR-Umspritzungen auf Kunststoff- oder Metallträger
- Membranen und elastische Funktionselemente in Sensorbaugruppen
Wir stimmen Material und Prozess auf die Spezifikation ab. Eine Dichtung allein ist keine Garantie für eine bestimmte Schutzart oder Lebensdauer; dafür müssen Bauteil, Gehäuse, Montage und Prüfverfahren gemeinsam betrachtet werden.
Was bei einer Fahrzeugsensordichtung früh geklärt werden sollte
Die Funktion entsteht aus dem Zusammenspiel von Dichtgeometrie und Einbausituation. Deshalb prüfen wir im DFM nicht nur die Außenkontur, sondern auch Dichtlinie, Kompression, Entformung und mögliche Gratbereiche.
Geometrie und Montage
- Dichtflächen, Nutgeometrie und vorgesehene Verpressung
- Kritische Maße und deren Bezug zur Montage
- Wandstärken, Radien, Hinterschnitte und Entformungsrichtung
Werkstoff und Betrieb
- Werkstoffhärte, Temperaturbereich und Kontaktmedien
- Mögliche Schwindung und deren Einfluss auf Funktionsmaße
- Prüfmerkmale für Maß-, Sicht- und Funktionskontrollen
Falls ein Träger umspritzt wird, betrachten wir zusätzlich Werkstoffpaarung, Positionierung und die vorgesehene chemische oder mechanische Bondingstrategie.
LSR-Spritzguss für wiederholbare Serienbauteile
Flüssigsilikon-Spritzgießen eignet sich für präzise, elastische Bauteile und Mehrkavitätenwerkzeuge. Für Ihre Dichtungen stimmen wir Kavität, Anschnitt, Entlüftung und Entformung auf die Bauteilgeometrie und den geplanten Bedarf ab.
| Merkmal | Fertigungsmöglichkeiten |
|---|---|
| Verfahren | Flüssigsilikon-Spritzgießen (LSR) |
| Bauteilhüllvolumen | bis 300 × 200 × 100 mm |
| Silikonhärte | 10–80 Shore A |
| Typische Teiletoleranz | ±0,05 mm |
| Kritische Toleranz | bis ±0,02 mm, anwendungsabhängig |
| Werkzeugtoleranz | ±0,01 mm |
| Kavitäten | Einfach- und Mehrfachkavität |
| Werkzeugwerkstoffe | P20, H13, 420 Edelstahl |
| Werkzeuglebensdauer | etwa 3–5 Mio. Schüsse, abhängig von Werkzeug und Anwendung |
| Optionen | automatisiertes Spritzgießen, kundenspezifische Farbe und Oberfläche |
Die erreichbaren Maße hängen von Geometrie, Werkstoff und Prüfbezug ab. Kritische Merkmale legen wir vor der Bemusterung gemeinsam mit Ihnen fest.
Umspritzen von Kunststoff- und Metallträgern
Wenn die Dichtung direkt mit einem Bauteil verbunden werden soll, prüfen wir LSR-Umspritzen oder Einlegeumspritzen. Das kann zusätzliche Füge- und Montageschritte reduzieren, setzt aber eine geeignete Trägergeometrie und eine belastbare Werkstoff- und Bondingauslegung voraus.
Wir bewerten Trägerpositionierung, mögliche Bewegungen während des Spritzgießens und die erforderliche Verbindung. Die Bondingstrategie wird projektspezifisch festgelegt und nicht allein aus dem Werkstoffnamen abgeleitet.
Kunststoffe
PC, PA, PBT, PPSU, PPA und PEI
Metalle
Aluminium, Edelstahl, Messing und Kupfer
Materialauswahl für Temperatur, Medien und Einbauort
Für Fahrzeugsensoren kommen je nach Anforderung unterschiedliche Silikoncompounds infrage. Wir stimmen die Auswahl anhand Ihrer Einsatzbedingungen und der geforderten Nachweise ab.
Allgemeines LSR
Sensor- und Elektronikkomponenten im Industrie- und Fahrzeugumfeld
Fluorsilikon
Anwendungen mit Kontakt zu bestimmten Kraftstoffen oder Chemikalien
Hochtemperatur-Silikon
Thermisch stärker beanspruchte Einbauorte
Niedrigtemperatur-Silikon
Anwendungen mit niedrigen Umgebungstemperaturen
Elektrisch leitfähiges Silikon
Leitfähige oder EMI-bezogene Funktionen, falls spezifiziert
Nachweise
REACH-/RoHS-Abgleich sowie automotive Stammdaten oder IMDS-relevante Angaben werden projektbezogen abgestimmt. Verfügbarkeit hängt vom Compound und der Spezifikation ab.
Bitte übermitteln Sie möglichst konkrete Medien, Temperaturbereiche und Belastungsprofile.
Werkzeugbau, Bemusterung und Prozessübergabe
Wir begleiten den Werkzeugweg vom DFM bis zur Serienfreigabe. Vor dem Bau klären wir Werkzeugkonzept, Kavitätenzahl, Toleranzbezüge und Prüfmerkmale. Je nach Projekt unterstützen wir außerdem Mold-Flow-Prüfung und Rapid Tooling.
- Prototypenwerkzeuge und Serienwerkzeuge
- 3-Achs- und 5-Achs-CNC-Bearbeitung sowie Senk- und Drahterodieren
- Mehrfachkavitäten für Serienprogramme
- Richtwert Prototypenwerkzeug: etwa 10–12 Tage
- Richtwert Serienwerkzeug: etwa 3–6 Wochen
- Bemusterung über T0/T1 und vereinbarte Validierungsschritte
Die Durchlaufzeiten sind Richtwerte und werden durch Bauteilkomplexität, Werkzeugkonzept und Projektumfang beeinflusst. Bei T0/T1 dokumentieren wir die vereinbarten Merkmale, bevor die Serienfreigabe erfolgt.
Prüfung und sekundäre Bearbeitung
Für ein serienfähiges Dichtelement müssen Fertigung und Prüfung zu den Funktionsmerkmalen passen. Wir stimmen Prüfplan und Nachweise mit Ihrer Zeichnung und Ihrem Freigabeprozess ab, statt einen pauschalen Prüfumfang vorauszusetzen.
Erstmusterumfang, Prüfmerkmale, Materialzertifikate und Chargenanforderungen definieren wir im RFQ- und Freigabeprozess.
- Maß- und Sichtprüfung
- Funktionsprüfung nach vereinbarten Kriterien
- Präzisionsentgraten und Nachvernetzung
- Lasermarkieren oder Drucken
- Bonding und Montage
- Sonderverpackung und Exportverpackung
Welches Verfahren passt zu Ihrem Projekt?
LSR-Spritzgießen ist meist ein sinnvoller Ausgangspunkt für präzise, wiederkehrende Sensor- und Steckverbinderdichtungen. Bei dauerhafter Verbindung mit einem Träger prüfen wir zusätzlich das Umspritzen. Für große, weniger komplexe Teile kann Formpressen eine Alternative sein.
-
1
Bauteilfunktion
Statische Abdichtung, flexible Membran oder integrierte Umspritzung?
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2
Geometrie
Dichtlinie, Wandstärke, Hinterschnitte und Einbaulage
-
3
Betriebsbedingungen
Temperatur, Medien, Druck und erwartete Lebensdauer
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4
Programm
Prototyp, Anlauf oder wiederkehrender Serienbedarf
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5
Freigabe
Erforderliche Maße, Prüfungen und Dokumente für Ihre Freigabe
Offene Angaben halten wir im DFM als Klärungspunkte fest. Eine belastbare Machbarkeits- und Angebotsbewertung benötigt jedoch eine möglichst vollständige technische Basis.
Diese Angaben helfen uns bei Ihrer RFQ
Für eine schnelle technische Prüfung senden Sie uns bitte, soweit verfügbar, die folgenden Unterlagen. Wir prüfen Ihre Angaben auf Fertigbarkeit, schlagen offene Punkte zur Abstimmung vor und erstellen ein projektbezogenes Angebot.
- STEP-Datei und aktuelle Zeichnung mit Änderungsstand
- Werkstoff- und Härteanforderung oder Einsatzbedingungen
- Jahresbedarf, Abrufmengen und Projektverlauf
- Kritische Toleranzen, Dichtflächen und Funktionsmerkmale
- Temperatur, Medien, Druck und Montageangaben
- Nachweise, Prüfmerkmale und Erstmusterumfang
- Angaben zu Trägerteilen bei geplanten Umspritzungen
- Zieltermin für Bemusterung und Serienstart
Anfrage für Dichtungen für Fahrzeugsensoren
Planen Sie ein neues Bauteil, einen Werkzeugwechsel oder einen zweiten Serienlieferanten? Senden Sie Zeichnung, STEP-Daten und Bedarf an unsere Technik. Wir melden uns mit den erforderlichen Rückfragen und dem nächsten Schritt für Ihre RFQ.