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Kundenspezifische Silikonfertigung für OEMs und Zulieferer im DACH-Raum

Silikonkappen und Silikonstopfen nach Zeichnung fertigen lassen

Für Schutz, Abdichtung und definierte Funktion müssen Kappen und Stopfen zu Bauteil, Einbauraum und Einsatzbedingungen passen. Wir fertigen kundenspezifische Teile vom DFM und Werkzeugkonzept bis zur wiederkehrenden Serie.

Kundenspezifische Silikonkappen und Silikonstopfen auf einem Prüftisch

Geometrie und Funktion früh festlegen

Sie erhalten keine Katalogauswahl, sondern eine Auslegung auf Basis Ihrer Zeichnung oder 3D-Daten. Wir klären früh, welche Flächen abdichten oder halten müssen, wie das Teil entformt wird und welche Prüfmerkmale für die Freigabe gelten.

Bei elastischen Teilen beeinflussen Materialhärte und Geometrie gemeinsam Montage und Dichtwirkung. Kritische Maße bewerten wir deshalb im Zusammenhang mit Bauteil, Gegenstück und Prüfkonzept.

Fertigungsrelevante Faktoren

  • Einstecktiefe und HaltekraftWandstärke und gewünschte Haltekraft bestimmen die Auslegung.
  • Dichtkontur und FunktionsflächenLage und Kontur der abdichtenden Bereiche werden früh festgelegt.
  • Entformung und TrennfugenHinterschnitte und mögliche Trennfugen beeinflussen das Werkzeugkonzept.
  • Toleranzen am Bauteil und GegenstückPassungen werden gemeinsam mit der Gegenkomponente bewertet.
  • Temperatur, Medien und LebensdauerMedienkontakt und erwartete Lebensdauer fließen in die Materialwahl ein.
  • Farbe, Oberfläche und KennzeichnungAnforderungen an Optik und Markierung werden vorab abgestimmt.

Kappe oder Stopfen: Aufgabe im Bauteil

Beide Teiltypen können schützen, abdichten und Funktionen übernehmen. Ihre Auslegung unterscheidet sich jedoch in Einsteckverhalten, Haltekraft und Lösbarkeit.

Silikonkappen

Schützen Bauteile während Transport und Montage, dienen als elastische Abdeckung oder übernehmen eine Dichtfunktion.

Silikonstopfen

Verschließen Öffnungen, Kanäle oder Anschlüsse und sind je nach Auslegung lösbar, dauerhaft oder als Funktionselement einsetzbar.

Fertigungsverfahren im Vergleich

LSR-Spritzguss eignet sich für präzise, wiederkehrende Stückzahlen. Silikon-Formpressen kann für bestimmte Geometrien und Stückzahlprofile eine passende Alternative sein. Die Angaben sind Richtwerte für die Projektbewertung.

Unterstützt komplexe Geometrien und Mehrfachkavitäten; automatisiertes Spritzgießen ist verfügbar. Werkzeugauslegung und Prozessabstimmung richten sich nach Bauteil, Material und Funktion.

LSR-Richtwerte für die Projektbewertung
Merkmal Fähigkeit
Max. Bauteilhüllvolumen300 × 200 × 100 mm
Silikonhärte10–80 Shore A
Typische Teiletoleranz±0,05 mm
Kritische Toleranzbis ±0,02 mm, anwendungsabhängig
Werkzeugtoleranz±0,01 mm
KavitätenEinfach- oder Mehrfachkavität
WerkzeugwerkstoffeP20, H13, 420 Edelstahl
Serienwerkzeuglebensdauerca. 3–5 Mio. Schüsse, werkzeug- und anwendungsabhängig

Die Toleranzen sind Orientierungswerte, keine pauschale Zusage für jedes Merkmal. Enge Anforderungen prüfen wir anhand von Zeichnung, Messbezug und Teilefunktion.

Werkzeugbau, DFM und Bemusterung aus einer Hand

Vor dem Werkzeugstart besprechen wir Wandstärken, Entformung, Hinterschnitte, Gratrisiken, Schwindung, Trennfugen sowie die Lage der Funktions- und Prüfmerkmale. Bei Bedarf unterstützen wir auch eine Mold-Flow-Prüfung.

Richtwerte Durchlaufzeit

Prototypenwerkzeug: ca. 10–12 Tage

Serienwerkzeug: ca. 3–6 Wochen

Abhängig von Geometrie, Werkzeugumfang, Änderungen und Bemusterungsbedarf.

  1. 1

    RFQ-Prüfung

    Technische Rückfragen zur Anfrage

  2. 2

    DFM und Funktionsmerkmale

    Abstimmung der fertigungsgerechten Auslegung

  3. 3

    Material und Härte

    Auswahl passend zum Einsatz

  4. 4

    Werkzeugkonzept und Werkzeugbau

    Auslegung und Herstellung des Werkzeugs

  5. 5

    T0/T1-Bemusterung

    Erste Muster zur Prüfung

  6. 6

    Maß- und Funktionsvalidierung

    Nachweis der Merkmale

  7. 7

    Serienfreigabe, Prüfung und Verpackung

    Übergang in die wiederkehrende Serie

Werkstoffe passend zu Einsatz und Nachweisbedarf

Zur Abstimmung stehen unter anderem Allgemein-LSR, medizinisches LSR, lebensmittelechtes beziehungsweise platinvernetztes Silikon, Fluorsilikon sowie wärme- oder elektrisch leitfähige Compounds. Material und Härte beeinflussen Beständigkeit, Montage, Rückstellverhalten und Dichtfunktion.

Automotive und EV
Temperatur, Medienkontakt, Alterung und gegebenenfalls IMDS-relevanter Stammdatenbedarf.
Medizintechnik
Materialanforderungen und projektbezogener MDR-Dokumentationsbedarf.
Lebensmittel und Babycare
Spezifikation zu BfR XV oder LFGB, sofern gefordert.
Elektronik und Sensorik
Dichtfunktion, Umgebungsbedingungen und mögliche Umspritzung.
Fluidtechnik
Medium, Druckverhältnisse sowie Einsteck- und Dichtanforderungen.

Konkrete Zertifikate, Prüfpläne und Erstmusterumfänge werden projektbezogen festgelegt. Eine regulatorische Eignung lässt sich nicht allein aus der Bezeichnung eines Werkstoffs ableiten.

Nachbearbeitung für einbaufertige Teile

Je nach Bauteil und Spezifikation integrieren wir sekundäre Arbeiten in den Ablauf: Nachvernetzung, Präzisionsentgraten, Stanzen, Drucken, Lasermarkieren, Bonding, Montage, Funktionsprüfung und Sonderverpackung.

Soll die Kappe oder der Stopfen mit einem Kunststoff- oder Metallträger verbunden werden, prüfen wir LSR-Umspritzen sowie geeignete chemische oder mechanische Bondingstrategien.

Mögliche Trägerwerkstoffe

Kunststoffe

PC PA PBT PPSU PPA PEI

Metalle

Aluminium Edelstahl Messing Kupfer

Passt Ihr Projekt zu einer Serienfertigung?

Besonders geeignet sind Projekte mit eigener Zeichnung oder 3D-Daten, einem neuen oder geänderten Werkzeug und klarer Perspektive auf wiederkehrenden Bedarf. Typische Felder sind Steckverbinder- und Sensordichtungen, Geräteabdichtungen, Ventile, Fluidtechnik sowie Schutz- und Verschlussfunktionen in der Elektronik.

Häufig passend

Jahresbedarf von mehr als 100.000 Stück oder definierter Serienhochlauf. Niedrigere Mengen prüfen wir, wenn Funktion, Werkzeugbedarf und Entwicklungspfad klar sind.

Weniger passend

Reine Katalogware ohne Zeichnungsbezug sowie Einzelprototypen ohne Serienperspektive.

Was Sie für eine belastbare RFQ angeben sollten

Ein vollständiges Anfragepaket ermöglicht uns, Werkzeug- und Teilekosten technisch einzuordnen. Wir prüfen Ihre Unterlagen auf Herstellbarkeit und stimmen den nächsten Schritt vor Werkzeugstart ab.

  • STEP-Datei und aktuelle Zeichnung mit Änderungsstand
  • Materialanforderung und gewünschte Shore-Härte, falls bekannt
  • Jahresbedarf, Losgrößen und erwarteter Serienhochlauf
  • Toleranzen und markierte kritische Maße
  • Gegenbauteil oder Einbausituation, soweit verfügbar
  • Dicht-, Halte- oder Schutzfunktion und Einsatzbedingungen
  • Farbe, Oberfläche und gewünschte Nachbearbeitung
  • Prüf- und Nachweisanforderungen, etwa Erstmuster oder Materialzertifikat

Technische Anfrage senden

Senden Sie Zeichnung, STEP-Daten und Zielstückzahl an info@lsrparts.com. Angaben zu Medium, Temperatur, Härte und kritischen Funktionsmaßen helfen bei der ersten Bewertung.

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