de
Englishen中文(繁体)zh-TWDeutschde

LSRParts · Silikonfertigung für OEMs

Tragbare Silikonkomponenten nach Zeichnung fertigen lassen

Für kompakte, mobile Geräte müssen Silikonbauteile zuverlässig abdichten, bedienen, schützen oder Medien führen – auch bei wenig Bauraum und wiederholter Nutzung. Wir fertigen kundenspezifische tragbare Silikonkomponenten nach Zeichnung oder 3D-Daten: vom LSR-Spritzgussteil und umspritzen Träger bis zum Schlauch oder Sonderprofil.

LSRParts unterstützt OEMs und Gerätehersteller im DACH-Raum bei DFM, Werkstoffauswahl, Werkzeugbau, Bemusterung und wiederkehrender Serie. Funktionsflächen, kritische Maße, Prüfmerkmale und gewünschte Nachweise stimmen wir früh mit Ihnen ab.

Kundenspezifische Silikonkomponente für ein tragbares Gerät

Vom Funktionsbauteil bis zur montagefertigen Komponente – abgestimmt auf Ihre Baugruppe.

10–80

Shore A, je nach Compound

±0,02 mm

kritische Toleranz, anwendungsabhängig

0,5–120 mm

Schlauch-Außendurchmesser

T0/T1

Bemusterung und vereinbarte Validierung

Auslegung nach Funktion

Silikonteile für mobile Geräte: Funktion vor Bauteilbezeichnung

„Tragbar“ beschreibt unterschiedliche Baugruppen. Bei einem handgeführten Messgerät kann die Gehäusedichtung im Vordergrund stehen; bei einem medizinischen Gerät können Ventile, Membranen oder Schläuche entscheidend sein. Für Elektronik sind Tasten, Kabeldurchführungen und Schutz gegen Staub oder Feuchtigkeit typische Anforderungen.

Die Fertigung beginnt deshalb mit der Funktion des Bauteils: Wo liegt die Dichtlinie? Wie wird das Teil montiert? Welche Verformung ist zulässig? Welche Oberflächen kommen mit Haut, Flüssigkeiten oder Reinigungsmitteln in Kontakt? Diese Angaben beeinflussen Werkstoff, Geometrie, Werkzeug und Prüfkonzept.

Bauteile und Baugruppen

Geeignete Silikonkomponenten für mobile Geräte

Je nach Konstruktion fertigen wir einzelne Formteile oder Komponenten für die Montage in einer Baugruppe.

Dichten und schützen

Gehäuse-, Abdeckungs- und Steckerdichtungen sowie Schutzkappen, Durchführungen und Kabeldichtungen.

Bedienen

Taster, Tastaturmatten und elastische Bedienelemente mit abgestimmten Funktionsflächen.

Medien führen und steuern

Membranen und Ventile für Druckausgleich oder Fluidführung sowie Silikonschläuche und Sonderprofile.

Träger umspritzen

LSR-Umspritzungen auf Kunststoff- oder Metallträgern zur Verbindung von Silikon und Gerätekomponente.

Funktionelle Compounds

Wärmeleitende oder elektrisch leitfähige Silikonteile sind möglich, sofern Funktion und Compound-Auswahl dafür geeignet sind.

Kleine Bauteile sind nicht automatisch einfache Bauteile: Dünne Wandbereiche, enge Dichtgeometrien, Hinterschnitte und sichtbare Oberflächen können Werkzeugauslegung und Entformung maßgeblich bestimmen.

Formteile und Extrusion

Fertigungskapazitäten im Überblick

LSR-Spritzgießen eignet sich für wiederholbare, komplexe Geometrien und Mehrkavitätenwerkzeuge – etwa wenn viele identische Teile oder definierte Dichtlippen, dünne Bereiche und Funktionsflächen in einem Formteil benötigt werden.

LSR-MerkmalFertigungskapazität
Bauteilhüllvolumenbis 300 × 200 × 100 mm
Silikonhärte10–80 Shore A
Typische Teiletoleranz±0,05 mm
Kritische Toleranzbis ±0,02 mm, anwendungsabhängig
Werkzeugtoleranz±0,01 mm
Werkzeug und OberflächeEinfach- oder Mehrfachkavität; Prototypen- oder Serienwerkzeug; kundenspezifische Farbe und Textur

Schläuche und Profile

Komponenten für mobile Fluidtechnik

Wenn ein tragbares Gerät Flüssigkeiten oder Gase führt, können Silikonextrusion und Formteile Teil derselben Komponentenlösung sein. Möglich sind Schläuche, Schnüre, Streifen, Sonderprofile und Mehrkanal-Schläuche.

ExtrusionsmerkmalFertigungskapazität
Schlauch-Außendurchmesser0,5–120 mm
Wandstärke0,3–15 mm
QuerschnittstoleranzStandard ±0,05 mm; Präzision ±0,03 mm
LieferformFixlänge oder Endlosrolle bis 1.000 m
Oberfläche und FarbeGlatt, matt oder texturiert; kundenspezifisch abgestimmt

Schneiden, Aufwickeln, Fügen, Markieren, Prüfen und Verpacken können entsprechend der Bauteilanforderung abgestimmt werden.

Die erreichbare Maßhaltigkeit hängt unter anderem von Geometrie, Werkstoff, Werkzeugauslegung und Prüfbezug ab. Kritische Maße sollten im RFQ eindeutig gekennzeichnet und mit ihrer Funktion beschrieben werden.

Material und Verbindung

Werkstoffauswahl für Einsatzumgebung und Kontakt

Die Werkstoffwahl richtet sich nach Funktion, Temperatur, Medienkontakt, gewünschter Härte und erforderlichen Nachweisen. Für tragbare Geräte können unterschiedliche Silikon-Compounds infrage kommen.

WerkstoffgruppeTypische Einsatzfelder
Allgemeines LSRGeräte, Industrie und Elektronik
Medizinisches LSRMedizinprodukte; Dokumentationsbedarf projektbezogen abstimmen
Lebensmittelechtes oder platinkatalysiertes SilikonLebensmittel-, Getränke- und Babycare-Anwendungen
FluorsilikonKontakt mit Kraftstoffen oder bestimmten Chemikalien
Hoch- oder niedrigtemperaturbeständiges SilikonGeräte und Baugruppen mit besonderen Temperaturbedingungen
Elektrisch leitfähiges SilikonElektronik und EMI-Anwendungen
Wärmeleitendes SilikonThermische Anbindung und Wärmemanagement
Optisches oder flammgeschütztes SilikonSpezifische optische oder brandschutzbezogene Anforderungen

LSR-Umspritzen von Gerätekomponenten

Silikon kann direkt mit Kunststoff- oder Metallträgern kombiniert werden, um Montageaufwand zu reduzieren und Dicht- oder Bedienfunktionen in eine Baugruppe zu integrieren. Unterstützte Trägermaterialien umfassen PC, PA, PBT, PPSU, PPA und PEI sowie Aluminium, Edelstahl, Messing und Kupfer.

Die Bondingstrategie wird projektbezogen festgelegt. Chemische oder mechanische Lösungen und Einlegeumspritzen kommen je nach Materialpaarung, Oberflächenzustand, Geometrie und Einsatzbedingungen infrage. Diese Punkte werden vor dem Werkzeugstart geprüft; die Haftung wird nicht allein aus einer Werkstoffbezeichnung abgeleitet.

Nachweise passend zur Spezifikation

REACH/RoHS-Abgleich, BfR XV- oder LFGB-Bezug, KTW-orientierte Anforderungen und MDR-relevante Dokumentation werden anhand der konkreten Spezifikation geklärt. Erforderliche Nachweise und Prüfungen sind projektbezogen festzulegen und gelten nicht automatisch für jedes Material oder jedes Bauteil.

Vom Konzept zur Serie

DFM, Werkzeugbau und Bemusterung

Vor dem Werkzeugstart prüfen wir die Konstruktion auf fertigungsgerechte Geometrie und vereinbaren die Grundlagen für die spätere Freigabe. Im DFM betrachten wir Wandstärke, Entformung, Hinterschnitte, Grat, Schwindung, Bonding, Kavitätenkonzept und Prüfmerkmale.

01 · DFM und Werkzeugkonzept

Geometrie und Prüfung abstimmen

CAD-Arbeit und unterstützte Mold-Flow-Prüfung fließen in die Betrachtung der Geometrie und des Kavitätenkonzepts ein.

02 · Werkzeugbau

Prototypen- oder Serienwerkzeug

Zum Werkzeugbau gehören 3-Achs- und 5-Achs-CNC sowie Senk- und Drahterodieren. Rapid-Tooling-Aluminiumwerkzeuge sind für frühe Phasen möglich; Serienwerkzeuge werden anwendungsabhängig aus geeigneten Werkzeugstählen ausgelegt.

03 · Bemusterung und Freigabe

T0/T1 und vereinbarte Validierung

Maß- und Funktionsvalidierung, Prüfmerkmale und Dokumentation werden gemäß der gemeinsam vereinbarten Freigabegrundlage abgestimmt.

ProjektphaseRichtwert oder Umfang
PrototypenwerkzeugDurchlaufzeit ca. 10–12 Tage
SerienwerkzeugDurchlaufzeit ca. 3–6 Wochen
Rapid-Tool-Lebensdauerca. 100–10.000 Zyklen
Serienwerkzeuglebensdauertypischerweise 3–5 Mio. Schüsse, abhängig von Werkzeug und Anwendung

Zeitangaben sind Richtwerte. Geometrie, Material, Änderungsumfang und Freigabeablauf beeinflussen den tatsächlichen Projektplan.

Verfahrensauswahl

Welches Verfahren passt zu Ihrem Projekt?

Bauteilfunktion, Stückzahl und Verbindung zu anderen Komponenten geben die Richtung vor. Wählen Sie ein Verfahren für die Kurzbeschreibung.

LSR-Spritzgießen

Für wiederkehrende, präzise Formteile mit komplexer Geometrie oder Serienbedarf.

Nachbearbeitung, Prüfung und Verpackung

  • Nachvernetzung und Präzisionsentgraten
  • Stan­zen, Lochen, Bohren und X/Y-Schneiden
  • Ventilschlitzung
  • Tampon- oder Siebdruck sowie Lasermarkierung
  • Bonding und Montage
  • Funktionsprüfung und Inspektion
  • Sonder- und Exportverpackung

Prüfumfang vor Serienstart festlegen

Prüfumfang, Stichprobe, Dokumentation und Rückverfolgbarkeit werden vor Serienstart vereinbart. Je nach Projekt können Materialzertifikate, Erstmusterunterlagen oder IMDS-relevante Stammdaten abgestimmt werden.

Einsatzbereiche und Projektfit

Ein nachvollziehbarer Serienpfad ist entscheidend

Ein Projekt mit klarer Zeichnung, neuem oder geändertem Werkzeug und geplantem Serienhochlauf passt besonders gut. Auch bei Jahresbedarfen unter 100.000 Stück prüfen wir die Anfrage, wenn ein nachvollziehbarer Serienpfad besteht.

Häufige Einsatzfelder sind Automotive und EV, Medizintechnik, Fluidtechnik, Elektronik und Sensorik sowie Lebensmittel- und Babycare-Anwendungen. Reine Katalogware ohne Zeichnung oder Einzelprototypen ohne Serienperspektive stehen nicht im Mittelpunkt des Fertigungsangebots.

Automotive und EV
Medizintechnik
Fluidtechnik
Elektronik und Sensorik
Lebensmittel- und Babycare-Anwendungen

Technische und kaufmännische Anfrage

RFQ für tragbare Silikonkomponenten

Senden Sie möglichst vollständige Unterlagen, damit wir Ihre Anfrage prüfen und offene technische Punkte gezielt klären können.

Möglicher Projektablauf

RFQ-Prüfung und DFM, Werkstoff- und Werkzeugkonzept, Werkzeugbau, T0/T1, Maß- und Funktionsvalidierung, Serienfreigabe sowie wiederkehrende Fertigung.

  1. 01STEP-Datei und aktuelle Zeichnung mit Änderungsstand
  2. 02Werkstoff- und Härteanforderung, falls bereits festgelegt
  3. 03Jahresbedarf, Abrufmengen und erwarteter Hochlauf
  4. 04Kritische Maße, Dichtlinien und Funktionsmerkmale
  5. 05Kontaktmedien, Temperatur, Reinigung und Einsatzumgebung
  6. 06Anforderungen an Materialnachweise, Erstmuster, Prüfplan oder IMDS-Daten
  7. 07Gewünschter Projekttermin und Verpackungsvorgaben

Zeichnung oder CAD-Daten bereit?

Für eine erste Bewertung helfen bereits ein STEP-Modell, eine Zeichnung und die geplante Jahresmenge. Die Projektabstimmung erfolgt mit klarer Dokumentation zu Funktionsmaßen, Prüfmerkmalen und Änderungsständen.

Anfrage starten