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Kundenspezifische Silikonformteile für OEMs

Silikonmembranen nach Zeichnung und Funktionsanforderung

Von der DFM-Prüfung und dem Werkzeugbau bis zur Bemusterung und wiederkehrenden Serie: Wir fertigen maßgeschneiderte Silikonmembranen für OEMs und Gerätehersteller.

Wir prüfen Ihre Zeichnung oder STEP-Daten, Werkstoffanforderungen, Funktionsmerkmale und geplante Stückzahlen. Sie entwickeln eine Membran für eine Pumpe, ein Ventil oder ein Medizin- oder Elektronikgerät? Senden Sie uns Ihr RFQ-Paket – wir klären Fertigungsverfahren, kritische Maße und erforderliche Nachweise, bevor ein Werkzeug gestartet wird.

Kundenspezifische Silikonmembran für eine technische Anwendung

10–80

Shore A, abhängig von der Anwendung

300 × 200 × 100 mm

Maximales Hüllvolumen beim LSR-Spritzgießen

Vom Datencheck bis zur Serie

DFM, Werkzeug, T0/T1-Bemusterung und Serienfreigabe

Verfahren passend zur Bauteilauslegung

LSR-Spritzgießen oder Formpressen

Prüfumfang projektbezogen

Kritische Maße, Funktionsmerkmale und Nachweise gemeinsam festlegen

Auslegung

Die Funktion bestimmt die Membran

Eine Silikonmembran kann Druck übertragen, Medien trennen, Durchfluss steuern oder als flexibles Funktionselement in einem Gerät arbeiten. Für die Auslegung betrachten wir daher nicht nur Außendurchmesser und Kontur, sondern auch Membranbereich und Einspannung, Verformungsweg, Dichtflächen sowie das Verhalten unter Druck und wiederholter Bewegung.

Eine fertige Prozesslösung ist nicht erforderlich. Hilfreich sind Ihre Funktionsbeschreibung, die Einbausituation und relevante Betriebsbedingungen. So lassen sich Merkmale, die Werkzeugauslegung und spätere Prüfung beeinflussen, frühzeitig erkennen.

Funktion und Einspannung

Membranfläche, Verformungsweg, Dichtlinien und Einbausituation in den Mittelpunkt stellen.

Betriebsbedingungen

Medium, Temperatur, Druck und Bewegungszyklen für Werkstoff- und Prozesswahl berücksichtigen.

Fertigungsverfahren

LSR-Spritzguss oder Formpressen?

Für viele maßgeschneiderte Membranen eignet sich Flüssigsilikon-Spritzgießen (LSR). Es unterstützt reproduzierbare Geometrien und Mehrkavitätenwerkzeuge für Serien. Formpressen kann abhängig von Bauteilgröße, Geometrie und Stückzahl eine passende Alternative sein.

Projektmerkmal LSR-Spritzgießen Formpressen
Typische Stärke Präzise, wiederkehrende Serien und Mehrkavitäten Größere oder anders gelagerte Bauteile und Geometrien
Werkzeugkonzept Prototypen- oder Serienwerkzeug Ein- oder Mehrfachkavität
Typische Toleranzorientierung ±0,05 mm; kritische Maße anwendungsabhängig bis ±0,02 mm ±0,2 mm; abhängig von Geometrie und Werkzeug
Geeignet für Membranen, Ventile und funktionale Silikonformteile Silikonformteile, deren Größe und Auslegung zum Verfahren passen

Die Toleranzen sind Richtwerte und keine pauschale Zusage für jedes Membranmerkmal. Kritische Maße und Prüfmethoden legen wir projektbezogen fest.

Vor dem Werkzeugstart

DFM-Prüfung für fertigungsgerechte Membranen

Vor der Werkzeugfreigabe prüfen wir Zeichnung oder 3D-Daten auf fertigungskritische Punkte. Unklare Angaben und offene Maße stimmen wir mit Konstruktion und Einkauf ab. Änderungen an Zeichnungsständen halten wir vor der Bemusterung fest.

Im DFM betrachten wir unter anderem

  • 01Wandstärken und Übergänge zwischen flexiblem Bereich und Einspannung
  • 02Entformung, Hinterschnitte und mögliche Gratbereiche
  • 03Dicht- und Funktionsflächen sowie deren Prüfbarkeit
  • 04Schwindung und Maßbezug für die Bauteilprüfung
  • 05Mehrkavitätenkonzept, geplante Serienmenge und mögliche Bonding- oder Einlegeanforderungen

Werkstoff und Fertigung

Vom Prototyp zur wiederkehrenden Serie

Unser Schwerpunkt sind kundenspezifische Silikonformteile, keine Katalogmembranen. Für LSR-Spritzguss stehen Ein- und Mehrfachkavitäten sowie automatisiertes Spritzgießen zur Verfügung.

Je nach Projekt kommen für Werkzeuge unter anderem P20, H13 und 420 Edelstahl infrage. Serienwerkzeuge erreichen abhängig von Werkzeug und Anwendung eine Lebensdauer von etwa 3 bis 5 Millionen Schüssen. Eignung und erwartete Standzeit bewerten wir anhand Ihrer Geometrie und Prozessanforderung.

Verfügbare LSR-Auslegung

10–80 Shore A

Silikonhärten und Bauteile bis zu einem maximalen Hüllvolumen von 300 × 200 × 100 mm.

Prototypenwerkzeug

ca. 100–10.000 Zyklen

Rapid-Tooling-Werkzeuge aus Aluminium sind je nach Projekt für diesen Bereich ausgelegt.

Prototypenwerkzeug

ca. 10–12 Tage

Richtwert für die Durchlaufzeit, abhängig von Datenstand, Geometrie und Freigaben.

Serienwerkzeug

ca. 3–6 Wochen

Richtwert für die Durchlaufzeit, abhängig von Werkzeugkonzept und Projektfreigaben.

Die tatsächlichen Termine richten sich nach Datenstand, Geometrie, Werkzeugkonzept und Freigaben. Neben Membranen unterstützen wir verwandte Silikonbauteile wie Rückschlag-, Schirm- und Entenschnabelventile.

Werkstoffauswahl

Passend zu Medium, Temperatur und Einsatz

Wir stimmen den Werkstoff auf Medium, Temperatur, Bewegung und branchenspezifische Anforderungen ab. Verfügbare Optionen umfassen unter anderem:

Allgemeines LSR

Für industrielle Anwendungen und Elektronik.

Medizinisches oder platinvernetztes Silikon

Für projektbezogene Anwendungen und Anforderungen.

Lebensmittelechtes LSR

Für spezifizierte Lebensmittel- und Babycare-Anwendungen.

Fluorsilikon

Für ausgewählte Anwendungen mit Kraftstoffen oder Chemikalien.

Temperaturbeständige Silikone

Hoch- und niedrigtemperaturbeständige Optionen.

Kundenspezifische Compounds

Abstimmung anhand der konkreten Projektanforderungen.

Konformität und Dokumentation konkret spezifizieren

Konformitäts- und Dokumentationsbedarf klären wir je Projekt. Für Lebensmittelkontakt können beispielsweise BfR XV oder LFGB relevant sein; bei Medizinprodukten stimmen wir den benötigten MDR-Dokumentationsumfang ab. REACH- und RoHS-Anforderungen sowie erforderliche Materialnachweise müssen Teil der Spezifikation sein. Eine pauschale Konformität des Bauteils setzen wir nicht voraus.

Qualität und Validierung

Toleranzen und Prüfungen gemeinsam festlegen

Für LSR-Spritzgussteile liegt die typische Teiletoleranz bei ±0,05 mm. Kritische Toleranzen bis ±0,02 mm sind anwendungsabhängig möglich; die Werkzeugtoleranz beträgt ±0,01 mm. Die tatsächliche Bauteilwiederholbarkeit hängt unter anderem von Geometrie und Prozessbedingungen ab.

Bei einer Membran ist nicht jedes Maß gleich funktionskritisch. Kennzeichnen Sie Dichtlinien, Einspannbereiche, Membranfläche und weitere funktionsrelevante Merkmale eindeutig. Gemeinsam legen wir fest, welche Merkmale im Erstmuster und welche Prüfungen in der Serie erforderlich sind.

Mögliche Schritte der Validierung

  • T0/T1-Bemusterung
    Erstmusterumfang und Zeichnungsstand projektbezogen abstimmen.
  • Maß- und Funktionsvalidierung
    Prüfmerkmale anhand der Membranfunktion und der Freigabeanforderung festlegen.
  • Nachweise und Serienfreigabe
    Materialzertifikate und weitere Nachweise im RFQ oder vor Serienfreigabe vereinbaren.

Projektablauf

Werkzeug, Bemusterung und Serienfreigabe

Wir begleiten das Projekt über die Fertigungsstufen hinweg und beziehen Prüfung, mögliche Montage und Verpackung in die Planung ein.

  1. 01

    RFQ-Prüfung und DFM

  2. 02

    Material, Härte und Werkzeugkonzept abstimmen

  3. 03

    Werkzeugbau und T0/T1-Bemusterung

  4. 04

    Maß- und Funktionsvalidierung

  5. 05

    Serienfreigabe und wiederkehrende Fertigung

  6. 06

    Prüfung, gegebenenfalls Montage und Verpackung

Folgeoperationen

Nachbearbeitung und Baugruppenverbindung

Wenn die Membran Teil einer Baugruppe ist, können passende Folgeoperationen bereits in die Anfrage aufgenommen werden.

  • Nachvernetzung und Präzisionsentgraten
  • Stan­zen, Lochen und Bohren
  • Drucken oder Lasermarkieren
  • Chemisches oder mechanisches Bonding
  • Montage und Funktionsprüfung
  • Inspektion und Sonderverpackung

LSR-Umspritzen von Trägerteilen

Mögliche Kunststoffträger umfassen PC, PA, PBT, PPSU, PPA und PEI. Metallträger können unter anderem aus Aluminium, Edelstahl, Messing und Kupfer bestehen.

Ob eine Verbindung für Ihre Membranbaugruppe geeignet ist, prüfen wir anhand von Trägermaterial, Geometrie und Bondingstrategie.

Projektpassung

Für welche Silikonprojekte wir passen

Wir arbeiten mit OEMs, Tier-Zulieferern und Geräteherstellern im DACH-Raum, die kundenspezifische Silikonkomponenten und einen nachvollziehbaren Weg vom Werkzeug bis zur Serie benötigen.

  • Pumpen und Fluidtechnik: Membranen und Rückschlag-, Schirm- oder Entenschnabelventile
  • Medizin und Geräte: Funktionsteile für Medizinprodukte und technische Geräte
  • Automotive und EV: Dichtungen und Membranen
  • Elektronik: Gehäuse-, Sensor- und Elektronikkomponenten
  • Lebensmittel und Babycare: Bauteile mit spezifizierten Materialanforderungen

Typisches Projektprofil

Besonders passend sind Projekte mit Zeichnung oder STEP-Datei, geplantem Werkzeug und wiederkehrendem Bedarf. Als grobe Orientierung liegt der Jahresbedarf häufig über 100.000 Stück oder es gibt einen klar geplanten Serienhochlauf. Einmalige Prototypen ohne Serienperspektive und Standardware ohne Zeichnungsbezug gehören weniger zu unserem Fokus.

RFQ vorbereiten

Das sollte Ihre Anfrage enthalten

Je vollständiger die Anfrage, desto schneller können wir technische Rückfragen klären und ein belastbares Angebot vorbereiten.

  • 2D-Zeichnung und STEP-Datei mit aktuellem Änderungsstand
  • Gewünschte Shore-Härte und bekannte Materialanforderungen
  • Jahresbedarf, geplante Abrufmengen und Musterbedarf
  • Kritische Toleranzen, Dichtflächen und Funktionsmerkmale
  • Medium, Temperatur, Druck und Bewegungszyklen
  • Einbausituation und mögliche Trägerteile
  • Gewünschte Nachweise, Prüfmerkmale und Erstmusterumfang
  • Anforderungen an Verpackung, Montage oder Kennzeichnung

Fehlen einzelne Angaben, senden Sie uns zunächst den verfügbaren Datenstand. Offene Punkte benennen wir im Rahmen der RFQ-Prüfung.

Häufige Fragen

Wichtige Punkte vor der Anfrage

Welche Daten sind für eine erste technische Prüfung nötig?

Hilfreich sind eine aktuelle 2D-Zeichnung und STEP-Datei sowie Angaben zu Funktion, Einbausituation, Medium, Temperatur, Druck, Bewegungszyklen und geplantem Bedarf. Fehlende Informationen können wir im RFQ-Prozess gemeinsam klären.

Sind enge Toleranzen für jede Membran möglich?

Die typische LSR-Teiletoleranz liegt bei ±0,05 mm; kritische Maße bis ±0,02 mm sind anwendungsabhängig möglich. Geometrie und Prozessbedingungen beeinflussen die tatsächliche Wiederholbarkeit. Deshalb stimmen wir funktionskritische Merkmale und Prüfmethoden projektbezogen ab.

Welche Konformitäts- und Materialnachweise sind verfügbar?

Den Dokumentationsumfang vereinbaren wir anhand Ihrer Spezifikation. Je nach Anwendung können BfR XV oder LFGB, MDR-Dokumentation sowie REACH- und RoHS-Anforderungen relevant sein. Erforderliche Materialnachweise sollten Bestandteil der Anfrage sein.

Silikonmembran-Projekt anfragen

Zeichnung und Anforderungen gemeinsam prüfen

Senden Sie Ihre Zeichnung, STEP-Datei und geplante Stückzahl. Beschreiben Sie kurz die Funktion der Membran und nennen Sie die für Ihre Freigabe erforderlichen Nachweise. Wir prüfen Fertigungsweg, Werkzeugbedarf und offene technische Fragen mit Ihnen.

LSRParts

info@lsrparts.com